Forschungsgruppe Innerdeutsche Grenze
Anlass für dieses Forschungsprojekt ist der 50. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 2011, zu dem eine Sonderausstellung geplant wurde, die zunächst im Historischen Museum Hannover zu sehen war und die seit dem 9. November 2011 in der Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn gezeigt wird. Die Ausstellung "Grenzerfahrungen" wurde von verschiedenen Programmen und Veranstaltungen flankiert. Das Begleitprogramm der Ausstellung wurde ab dem 3. Mai 2011 im wöchentlichen Rhythmus im Historischen Museum Hannover veranstaltet. Speziell für Schulklassen steht eine Broschüre mit Materialien für den Unterricht zur Verfügung, die weiterhin in Anspruch genommen werden kann (Informationen für Lehrende zur Vorbereitung auf den Besuch der Ausstellung, PDF).
In diesem Zusammenhang werden die Fotobestände dieser beiden Institutionen sowie weitere fotografische und filmische Sammlungen erforscht. Die zentrale Fragestellung richtet sich dabei auf die gesellschaftliche Verarbeitung der Erfahrungen mit der Grenze sowie auf spezifische Wahrnehmungsmuster einzelner Gruppen der Bevölkerung. Das Forschungsprojekt gliedert sich in drei Teilprojekte. So soll zum einen das Medium Film auf seine Narrative der Grenze hin untersucht und sollen zum anderen Fotografien einer ikonographischen Analyse der Grenzwahrnehmung in den Medien und durch verschiedene Akteursgruppen unterzogen werden. Zudem setzt sich ein weiteres Projekt mit der Erforschung der Zentralen Erfassungsstelle Salzgitter auseinander.
Die Forschungsgruppe widmet sich außerdem der Erinnerungslandschaft der innerdeutschen Grenze. Die Museen und Institutionen am niedersächsischen Abschnitt der früheren Grenze stehen hierbei besonders im Fokus. Sowohl in ihrer Vernetzung als auch in ihren wissenschaftlichen und museumspädagogischen Konzepten sollen sie unterstützt werden.
Das Projekt baut auf einer langjährigen Kooperation zwischen dem Historischen Museum Hannover und der Leibniz Universität Hannover auf und wird begleitet von zwei Workshops und einem Symposium, die dazu dienen, die erreichten Forschungsergebnisse im internationalen Kontext zu diskutieren. Die Leitung des Forschungsprojektes liegt bei Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer und apl. Prof. Dr. Detlef Schmiechen-Ackermann (beide Leibniz Universität Hannover) sowie Dr. Thomas Schwark (Historisches Museum Hannover).
Die Ausstellung »Grenzerfahrungen« war vom 27. April - 14. August 2011 im Historischen Museum Hannover zu sehen.







